Charta beim Runden Tisch verabschiedet
23.08.2010 13:05
Beim 6. Runden Tisch im Rahmen des deutschen Charta-Prozesses konnte am 17. August, zwei Jahre nach dem Start des Charta-Prozesses, ein intensiver Arbeitsprozess unter Beteiligung zahlreicher Institutionen und Einzelpersonen mit der Verabschiedung der gemeinsam erarbeiteten „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ abgeschlossen werden. Bereits zur öffentlichen Präsentation der Charta am 8. September in Berlin werden erste Erklärungen der am Runden Tisch mitwirkenden gesellschafts- und gesundheitspolitischen Institutionen und Organisationen vorliegen, dass sie die Ziele und Inhalte der Charta mittragen und für sie eintreten. Selbstverständlich bildet die Veranstaltung im September erst den Auftakt für eine hoffentlich breite Unterstützung. Die Charta geht von der Situation derjenigen Menschen aus, die aufgrund einer fortschreitenden lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod unmittelbar konfrontiert sind. In fünf Leitsätzen und den entsprechenden Erläuterungen werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarf in Deutschland formuliert. Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Menschen und ihre Bedürfnisse. Vor dem Hintergrund des aktuellen Stands der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland werden unter Bezugnahme auf internationale Erfahrungen auf rund 25 Seiten Anforderungen an die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, ihrer Angehörigen und der ihnen Nahestehenden benannt. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und die Bundesärztekammer als Träger des deutschen Charta-Prozesses sind besonders erfreut darüber, dass sich so viele Institutionen zu einem gemeinsamen und konstruktiven Diskussions- und Abstimmungsprozess zusammengefunden und diesen vom 1. Runden Tisch im Januar 2009 bis zum 6. Runden Tisch im August 2010 mitgestaltet haben.
Vollständiger Text der Charta: Charta
