Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit

Seit der Veröffentlichung der Charta im September 2010 hat es eindrucksvolle regionale Veranstaltungen gegeben, auf denen die Charta vorgestellt und über ihre Inhalte diskutiert wurde. Diese Veranstaltungen sind nicht nur wunderbare Beispiele für die engagierte, ganz praktische Unterstützung des Charta-Prozesses vor Ort, sie sind auch eine großartige Gelegenheit für die Hospiz- und Palliativbewegung, die eigene Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Im Rahmen einer Veranstaltung können Sie zum Beispiel zeigen, dass Ihre Einrichtung sich im Sinne der Charta bereits für die Verbesserung der Situation schwerstkranker und sterbender Menschen einsetzt. Indem Sie die Charta in die Öffentlichkeit tragen, sie verbreiten und den Dialog über ihre Inhalte fördern, haben Sie – ganz nebenbei – die Möglichkeit , sich als bisheriger Hospiz- und Palliativversorger der Kommune vorzustellen, bestehende Vernetzungen zu vergrößern und kommunale politische Unterstützung einzufordern.

Mit der Unterstützung der kommunalen Verantwortungsträger, wie zum Beispiel Landräte und Bürgermeister,kann durch eine öffentlichkeitswirksamen Unterzeichnung der Charta der Aufbau von regionalen Netzwerken und Versorgungsstrukturen weiter voran gebracht, politisch etabliert und damit auch Ihrem oft langjährigen Engagement im Bereich der Hospiz-und Palliativversorgung Ausdruck verliehen werden.
Eine Charta-Veranstaltung kann Gelegenheit dazu geben auch mit verantwortlichen Personen aus Politik und potentiellen Netzwerkpartnern aus dem Gesundheitswesen in Kontakt zu kommen und aufzuzeigen, welche Schritte zur Weiterentwicklung von Hospizarbeit und Palliativversorgung im Sinne der Charta auf Kommunalebene und/oder Landesebene notwendig sind. In diesem Zusammenhang ist es wichtig sich mit der Frage der Veranstaltungsform auseinanderzusetzen – Vortag, Podiumsdiskussion, Workshops im Rahmen der fünf Charta-Leitsätze mit und für mögliche Netzwerkpartner oder einen Tag der offenen Tür Ihrer Einrichtung mit einer Charta-Unterschriftenaktion zusammen mit den Besuchern aus der Gemeinde. Beide Veranstaltungsformen lassen es auch zu, dass Sie kommunale Politiker einladen, um öffentlichkeits- und pressewirksam die Charta zu unterschreiben.

Über 17.000 Institutionen und Einzelpersönlichkeiten, darunter auch zahlreiche Politiker auf allen Ebenen, haben die Charta seit ihrer Verabschiedung im September 2010 unterzeichnet und damit ein klares Signal gesetzt, die Umsetzung der Charta nachhaltig zu unterstützen. Machen Sie sich diese Unterzeichner-Zahl zu nutzen und organisieren Sie eine Unterzeichnung der Charta mit den lokalen Politikern Ihrer Kommune, um die kommunalen Politiker der Region auf Ihre Arbeit aufmerksam zu machen, deren politische Verantwortung für eine regionale Daseinsfürsorge aufzuzeigen und zugleich zu zeigen, dass Sie und Ihre Einrichtung sich bereits in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen engagieren.
Die Geschäftsstelle der Charta kann Sie in Ihrem Engagement für eine Charta-Veranstaltung unterstützen.